19 Tipps für gute Entscheidungen

Wie triffst du eine gute Entscheidung? Eine Entscheidung, die du nicht zu bereuen brauchst? Bei der du aus tiefstem Herzen sagen kannst: Ich stehe dazu, auch wenn ich damit nicht immer uneingeschränkt glücklich bin.

Wenn du dich ein halbes Jahr nach deiner Trennung von deinem Partner fragst: War das wirklich richtig? Hätte ich es nicht doch nochmal versuchen sollen?

Wenn du dich für ein Leben ohne Kinder entschieden hast und in der Adventszeit traurig bist, weil du keine Kinder hast, mit denen du dich auf Weihnachten freuen kannst.

Wenn du dich gegen eine Vorsorgeuntersuchung entschieden hast und beim Abtasten einen Knoten in der Brust bemerkst.

Eine selbstbestimmte und bewusste Entscheidung zu treffen ist die Basis für Entscheidungen ohne Reue.

Dazu gebe ich dir hier meine 19 besten Tipps für gute Entscheidungen

Tipp 1: Triff eine Entscheidung

Triff eine Entscheidung. Klingt banal. Ist aber wichtig. Denn oft drückst du dich vielleicht vor einer Entscheidung. Aber auch keine Entscheidung zu treffen, ist eine Entscheidung. Allerdings meist nicht die beste, weil du sie nicht bewusst getroffen hast, sondern andere Menschen oder der Lauf der Zeit für dich entschieden hat. Deswegen: Sei mutig und entscheide dich.

Tipp 2: Entscheide mit Kopf und Bauch gemeinsam

Bringe bei deiner Entscheidung Kopf und Bauch zusammen. Hör nicht allein auf deine Intuition, dein Bauchgefühl. Hör nicht allein auf deinen Verstand. Gute Entscheidungen entstehen, wenn Kopf und Bauch zusammen sagen: Ja, das will ich. Oder: Nein, das will ich nicht.

Tipp 3: Gibt es ein Knock-out-Kriterium?

Frage dich bei deinen Entscheidungen: Gibt es ein Knock-out-Kriterium, das zweifelsfrei gegen die Entscheidung spricht? Zum Beispiel: Mein kleiner Sohn lebt hier in Hamburg bei seiner Mutter. Ihn seltener zu sehen, kommt für mich nicht in Frage. Deswegen will ich nicht von Hamburg nach München ziehen.

Tipp 4: Hast du die Optionen, die du brauchst?

Entscheidungsprobleme können entstehen, wenn die passende Option einfach noch nicht dabei ist. Doch wie kommst du auf andere und neue Möglichkeiten? Du kannst andere Menschen fragen. Mein Tipp: Höre nur zu, sag nicht gleich „ja, aber“. Denn dann verstummen andere besonders schnell. Oder du probierst es mit der Kopfstand-Methode.

Tipp 5: Konsequenzen sind entscheidend

Schau in deine Zukunft. Frage dich zu jeder Entscheidungsoption: Wie würde diese Entscheidung meine Zukunft in 5, 10, 15, 20 … Jahren beeinflussen?

Tipp 6: Was ist dir wirklich wichtig?

Kenne deine Werte: Finde heraus, was DIR wichtig ist. Mehr dazu in Meine Werte, dem Leben einen Sinn geben.

Tipp 7: Was steht dir im Weg?

Bei Entscheidungen können dir deine unbewussten Glaubenssätze im Weg stehen. Mach sie dir bewusst und finde heraus, welche Glaubenssätze wirklich für dich passen.

Tipp 8: Die Entscheidung fällt im Schlaf

Wenn du eine Entscheidung getroffen hast, gönn dir etwas Zeit. Entscheidungen zu überschlafen ist ein altbewährter und sinnvoller Rat. Denn so gibst du deinem Unbewussten Zeit, deine Entscheidung abzusichern.

Tipp 9: Dein Bauch weiß mehr, als du denkst

Höre auf dein Bauchgefühl. Wie du das bei „Entweder-oder-Entscheidungen“ machen kannst? Nimm eine Münze. Bestimme, welche Seite der Münze für Möglichkeit A steht und welche für Möglichkeit B. Stell dir die Entscheidungsfrage, z. B.: „Soll ich A oder B machen?“ Wirf die Münze und sieh NICHT hin, welche Seite oben liegt. Frage dich: Welches Ergebnis wünsche ich mir?

Tipp 10: Das Gewicht in der Waagschale

Frage dich in Entscheidungssituationen: Gibt es den einen wichtigen Grund, der dafür spricht? Zum Beispiel: „Es war schon immer mein Traum, auf einer Insel zu leben, deswegen werde ich die Stelle als Leuchtturmwärter annehmen.“

Tipp 11: Erkenne deine Vermeidungsgründe

Vermeidungsgründe können gute Gründe für eine Entscheidung sein. Frage dich: Welchen Schmerz, welche Sorgen oder Probleme kann ich durch diese Entscheidung vermeiden? Wie wichtig ist es mir, dieses zu vermeiden?

Tipp 12: Fokussiere dich auf das „Dafür“

Wenn du dich entscheidest, wirst du dich immer für etwas und gegen etwas anderes entscheiden. Oftmals denken wir viel über das „Dagegen“ nach. Fokussiere dich bewusst auf das „Dafür“. Was gewinnst du durch deine Entscheidung: Freiheit, Geld, schöne Erlebnisse, Abenteuer, Sicherheit …?

Tipp 13: Sei dein eigener Ratgeber

Ein Freund, eine Freundin steckt in deiner Situation. Was würdest du ihm oder ihr raten?

Tipp 14: Was sagt dein Vorbild?

Hast du ein Vorbild? Jemanden, den du bewunderst? Was würde er oder sie dir raten?

Tipp 15: Entscheide möglichst entspannt

Triff deine wichtigen Entscheidungen auf keinen Fall in emotional aufwühlenden Situationen. Du riskierst damit eine vorschnelle Entscheidung, die du schon nach kurzer Zeit bereuen könntest. Versuche dich zu entspannen, wieder „runterzukommen“. Und triff deine Entscheidung aus einer gelassenen Grundhaltung heraus.

Tipp 16: Stärke deine Entscheidungskompetenz

Beobachte dich selbst und finde heraus, wie du deine Entscheidungen triffst. Was ist dir bei Entscheidungen wichtig? Dein Bauchgefühl, was „man“ über dich denkt, deine Werte? Kleine Alltagsentscheidungen können dir dafür gute Hinweise geben. Zum Beispiel ein Restaurant-Besuch: „Am Meer isst man Fisch und kein Steak.“ „Ich geh auf Nummer sicher: Pizza Salami schmeckt mir immer.“ Lerne dich besser kennen und analysiere, was du brauchst, um gute Entscheidungen treffen zu können. So triffst du in Zukunft bessere Entscheidungen.

Tipp 17: Schaffe dir deine persönlichen Entscheidungsregeln

Entwickle deine eigenen Regeln, wenn es um Entscheidungen geht. „Ich kaufe nur Klamotten, in denen ich mich super gut fühle. Alles andere bleibt im Geschäft oder schicke ich zurück.“ „Ich esse im Restaurant immer das, was mich als Erstes anspricht.“ „Wenn ich mich frage ‚Soll ich oder soll ich nicht?‘, dann sage ich eher ‚Mach ich‘ denn ich bereue immer nur das, was ich nicht gemacht habe.“Einfache Regeln, so genannte Heuristiken, machen dir das Leben leichter und führen in vielen Fällen zu besseren Entscheidungen. Denn oftmals hast du schon bewährte Strategien, auf die du zurück greifen kannst. Du brauchst das Rad nicht bei jeder Entscheidung neu zu erfinden.

Tipp 18: Unterscheide zwischen „Ob“ und „Wie“

Wenn du eine klare und bewusste Entscheidung getroffen hast, spielt das „Ob“ keine Rolle mehr. Es ist Geschichte. Du hast dich entschieden. Und damit geht es jetzt nur noch um das „Wie“. Um folgende Fragen: Wie schaffe ich es, die Entscheidung umzusetzen, eine neue Wohnung zu suchen, einen neuen Job zu finden, abzunehmen, mich zu trennen, einen Partner zu finden … ?

Tipp 19: Du musst keine richtige Entscheidung treffen

Lass den Druck los, eine richtige Entscheidung treffen zu müssen. Du musst und wirst keine richtige Entscheidung treffen. Denn wir wissen nie, ob und welche Entscheidung richtig oder falsch gewesen wäre. Richtig/falsch sind ungeeignete Kategorien, wenn es um Entscheidungen geht. Denn keiner kann sagen, wie die Alternative sich entwickelt hätte. Viel wichtiger ist: Gleichgültig welche Entscheidung du triffst, du hast in jedem Fall die Möglichkeit, etwas richtig Gutes daraus zu machen. Diese Haltung entspannt. Und eine entspanntere Grundhaltung hilft dir dabei, eine überlegte und zu dir passende Entscheidung zu treffen.